Einzigartiger zweijähriger Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien in Münster und Nimwegen
Im September beginnt an der Radboud Universiteit Nijmegen und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster der zweijährige Masterstudiengang Niederlande-Deutschland- Studien. Der von hochrangigen Wissenschaftlern geleitete Studiengang wendet sich an Studenten, die im Rahmen deutsch-niederländischer Beziehungen Schlüsselpositionen in der Wirtschaft, Verwaltung oder Kultur einnehmen sollen.
Es handelt sich um den ersten Studiengang, in dem niederländische und deutsche Bachelorstudenten gemeinsam ein multidisziplinäres Studienprogramm absolvieren, das auf die binationalen politisch-wirtschaftlichen und soziokulturellen Beziehungen sowie die interkulturelle Unternehmenskommunikation ausgerichtet ist. Das erste Jahr verbringen die Studenten in Nimwegen, das zweite Jahr in Münster. Der Master wird mit einem niederländischen und einem deutschen Diplom abgeschlossen.
Brückenbauer
Der neue Studiengang vereint Studenten aus beiden Ländern mit verschiedenen Vorkenntnissen in einem zweijährigen multidisziplinären Programm. „Wir bringen das Beste aus beiden Welten zusammen“, erklärt Paul Sars, der sich gemeinsam mit seinem Kollegen, Prof. Friso Wielenga, vom Zentrum für Niederlande-Studien in Münster schon seit drei Jahren für diesen Studiengang engagiert. Studenten mit unterschiedlichen Bachelordiplomen (Jura, Wirtschaft, Unternehmenskommunikation, Politikwissenschaften und Geschichte) können ihn belegen. Damit entspricht der Studiengang dem Wunsch zahlreicher Bachelorstudenten, aber vor allem auch der Nachfrage von Unternehmen, Behörden und kulturellen Einrichtungen, die Mitarbeiter mit einer breiten Wissensgrundlage brauchen.
„Unsere Masterstudenten sollen Brückenbauer werden und über die vielen verschiedenen deutsch-niederländischen Grenzen hinweg Verbindungen herstellen. Denn Grenzen in den Bereichen Kultur und Recht, politische Lobbyarbeit und Geschäftsgebaren werden auch in Zukunft bestehen bleiben. Deshalb konzentriert sich unser Studiengang auf die Förderung der deutsch-niederländischen Beziehungen – mit der Betonung auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Unternehmen und Behörden“, so Paul Sars.
Monitoring grenzüberschreitender Aktivitäten
Der Studiengang kombiniert Forschungs- und Praxiserfahrung. Am Ende des ersten Studienjahrs müssen die Studenten in multidisziplinären Gruppen ein Praktikum auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Arbeit absolvieren. Abgeschlossen wird das Praktikum mit einem Bericht über diese Feldforschung und einer zweckgerichteten Empfehlung. Mit dem Studiengang ist ein Monitoring-Projekt verknüpft, das einen Überblick über grenzüberschreitende Aktivitäten schaffen soll. Durch die Aufzeichnung und Beobachtung langfristiger und wiederkehrender Praktikumsprojekte soll ein besser Einblick in die wahren Hindernisse grenzüberschreitender Arbeit wie auch in die Möglichkeiten zur Förderung dieser Arbeit entstehen.
Nimwegen – Münster
Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die Radboud Universiteit Nijmegen bieten schon seit Jahren einen erfolgreichen binationalen Studiengang an. Durch den gegenseitigen Austausch von Teilbereichen des Studiums konnten die Studenten aus Münster und Nimwegen von einem breiten Lehrangebot profitieren, das neben Sprache, Kultur und Geschichte auch Kenntnisse über Wirtschaft und Recht, die Euregio und grenzüberschreitende unternehmerische Zusammenarbeit vermittelte. Wegen der Einführung der Bachelor-Master-Struktur musste dieser Studiengang neu gegliedert und hinsichtlich seiner Zweckmäßigkeit bewertet werden. Dies nahmen Wielenga und Sars zum Anlass, gestützt auf den bisherigen Erfolg noch größeren Ehrgeiz zu entwickeln: einen gemeinsamen zweijährigen Masterstudiengang, in dem deutsche und niederländische Studenten gemeinsam Seminare besuchen und in multidisziplinären Teams zusammenarbeiten.
Die Rolle des neuen Deutschlands
Prof. Paul Sars unterstreicht die Bedeutung des Studiengangs: „Wir machen uns nicht richtig klar, dass Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa ist und dass Deutschland schon seit Jahren wieder das größte Exportland der Welt ist. Die Niederlande sind sich der bedeutungsvollen Rolle, die das neue Deutschland auf der Weltbühne einnimmt, noch zu wenig bewusst. Kenntnisse über die niederländisch-deutschen Beziehungen auf den vielen verschiedenen Gebieten sind nicht nur von wirtschaftlichem und politischem Interesse, sondern auch ein kultureller Gewinn.“
Informationsveranstaltung
Am Donnerstag, den 9. Juli, findet um 17.00 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Interessierte Studenten können sich anmelden unter www.ru.nl/master/nds
Anmerkung für die Presse:
Informationen und Kontakt:
Prof. Dr. Paul Sars, Dekan der „Faculteit der Letteren“ (philosophische Fakultät), Professor „Duitslandstudies“ (Deutschland-Studien)
Radboud Universiteit Nijmegen, Tel. 0031 (0)24 3612171, (0)6 537 62 399. E-Mail: P.Sars(at)let.ru.nl
Wissenschaftsredaktion: Wetenschapsredactie Radboud Universiteit Nijmegen, wetenschapsredactie(at)communicatie.ru.nl, Tel. 0031 (0)24) 361 60 00



























